Brustreduktion bei Transgender-Patienten

Die weibliche Brust ist ein starkes Identitätsmerkmal einer genetischen Frau. Verständlicherweise wird diese Brust von Transgender-Patienten als störend empfunden. Im Rahmen einer Brustreduktion können wir die weibliche Silhouette in diesem Bereich in eine männliche Form bringen.

Man spricht bei dem Eingriff einer Brustverkleinerung auch von einer Mastektomie.

Die männliche und die weibliche Brust

Die weibliche und die männliche Brust unterscheiden sich in ihrer Anlage nicht wesentlich voneinander. Beide bestehen aus Drüsen-, Fett und Bindegewese sowie Adern, Neven und Lymphgefäßen.

Körpermaskulinisierung: Möglichkeiten einer Brustverkleinerung - Schönheitsklinik Dr. FunkDie weibliche Brust besitzt zudem noch Milchgänge und einen Fettkörper, der durch den Einfluss der weiblichen Geschlechtsorgane während der Pubertät zu wachsen beginnt.

Die männliche Brust entwickelt sich jedoch während der Pubertät nicht weiter, sondern wird in eine Art Platte aus Bindegewebe verwandelt. Die Brustwarze bleibt klein und zierlich und der Brustmuskel zeichnet sich häufig unter dem Fettgewebe ab.

Verschiedene Möglichkeiten der Brustverkleinerung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Herangehensweisen bei der Verkleinerung der weiblichen Brust. Besitzt der Transgender-Patient von Natur aus eine sehr kleine weibliche Brust, reicht manchmal schon eine Fettabsaugung und eine anschließende Straffung des Hautgewebes aus, um die Brust anzupassen.

Ist die weibliche Brust jedoch größer und stärker ausgeprägt, dann kommen Schnitttechniken zum Einsatz, um die Brust zu verkleinern. Neben dem Fett muss dann auch Brustgewebe entfernt und die Lage der Brustwarzen korrigiert werden.

Verkleinerung der Brustwarzen und des Warzenhofes

Genetische Frauen haben häufig einen wesentlich größeren Brustwarzenhof als Männer. Im Rahmen einer Brustreduktion kann auch dieser Teil der Brust angepasst und verkleinert werden. Auch die Lage der Brustwarzen verändern wie bei Bedarf operativ.

So ist typischerweise der Ablauf einer Brustreduktion

Ist die Brust des Transgender-Patienten sehr rund und weiblich, dann wird die OP etwas aufwändiger, als wenn nur Fett abgesaugt werden muss. Schematisch stellen wir Ihnen gerne im Folgenden den OP-Verlauf dar.

Transgender / Körpermaskulinisierung: Ablauf einer Brustreduktion - Schönheitsklinik Dr. Funk1. Medizinisches Vorgespräch

Wir sind in unserer Schönheitsklinik auf Transgender-Patienten spezialisiert. Gerne können Sie mit uns einen Termin für ein Vorgespräch zur Brustreduktion vereinbaren. Dort besprechen wir die Möglichkeiten, Ihren von Natur aus weiblichen Körper an Ihre männliche Identität anzupassen

2. OP-Tag und Narkose

Die Operation zur Brustreduktion wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Patient kommt am OP-Tag in die Klinik, durchläuft noch einmal ein paar Voruntersuchungen und wird zu OP-Beginn in eine Vollnarkose versetzt.

3. Chirurgischer Schnitt

Nach Abschluss der OP-Vorbereitungen wird ein chirurgischer Schnitt gesetzt. Dabei versucht der Chirurg, diesen so unauffällig wie möglich unter dem Arm bzw. in einer Hautfalte zu positionieren. Im Anschluss entfernt er Drüsen- und Fettgewebe.

4. Weitere chirurgische Anpassungen

Im Bedarfsfall werden im Anschluss weitere chirurgische Anpassungen durchgeführt. Dazu gehören die Verkleinerung der Warzenhöfe und der Brustwarzen.

5. Straffung des Hautgewebes

In aller Regel ist nach der Brustreduktion noch eine Straffung des Hautgewebes an der Brust nötig.

FAQ zur Brustreduktion bei Transgender-Patienten

Klicken Sie auf die Fragen, um sich die Antworten anzeigen zu lassen.

Wenn eine Fettabsaugung im Brustbereich ausreicht, um die weibliche Brust zu verkleinern, bleiben keine sichtbaren Narben zurück. Häufig ist jedoch auch eine Straffung der Haut nötig, die kleine Narben hinterlässt. Auch wenn Schnitttechniken zum Einsatz kommen, um Brust- und Fettgewebe zu entfernen, können kleine Narben zurückbleiben. Diese werden aber meistens so gesetzt, dass sie unter dem Arm oder in der Hautfalte nahezu unsichtbar sind.

Die OP zur Brustreduktion ist mit den üblichen OP-Risiken verbunden, über die Sie während des Arztgespräches aufgeklärt werden. Dort haben Sie natürlich auch die Möglichkeit, Ihre persönlichen Fragen zu stellen. Generell gehören Brustreduktionen aber zu den risikoarmen Eingriffen, der in aller Regel ohne Komplikationen verlaufen.

Zu den üblichen Nebenwirkungen einer Brustreduktion gehören Blutergüsse im operierten Bereich. Das Risiko einer Nekrose, dem Absterben von Gewebe vor allem im Bereich der Brustwarzen kann durch moderne OP-Techniken auf ein Minimum reduziert werden. Patienten müssen sich nach dem Eingriff auf ein Schmerz- oder Druckgefühl einstellen.

Wenn der Patient als Transgender-Patient anerkannt ist, dann übernehmen einige Krankenkassen die Kosten für eine Mastektomie. Ob tatsächlich eine Kostenübernahme erfolgt, wird in der Regel im Einzelfall entschieden. Es lohnt sich in jedem Fall, einen Antrag bei der Krankenkasse einzureichen.